Schwanger mit Kleinkind
Zwischen Spielplatz und Schwangerschaftsübelkeit
Während die erste Schwangerschaft oft von Vorfreude und viel Ruhe geprägt war, sieht die Realität beim zweiten Mal meist anders aus. Da ist ein „großes“ Kind (das eigentlich noch ganz klein ist), das getragen werden will, eventuell noch Windeln braucht und deine volle Aufmerksamkeit fordert – während dein Körper gerade damit beschäftigt ist, ein neues Leben zu erschaffen.
1. Dein Alltag: Energie sparen, wo es nur geht
Die größte Herausforderung ist oft die Müdigkeit im ersten und letzten Trimester. Da ein Kleinkind keinen „Pause-Knopf“ hat, darfst du deine Strategien anpassen:
- Boden-Zeit: Verlege das Spielen auf den Boden. Du kannst dich bequem auf ein Stillkissen oder eine Spielmatte legen, während dein Kind um dich herum mit Bausteinen spielt oder Bücher anschaut. So bist du auf Augenhöhe und sparst dir das ständige Aufstehen.
- Das „Trage-Dilemma“: Wenn dein Kleinkind getragen werden möchte, versuche stattdessen, viel im Sitzen zu kuscheln. Wenn das Heben unvermeidbar ist, geh tief in die Hiebe und achte auf deinen Beckenboden.
- Frühe Schlafenszeiten: Nutze den Mittagsschlaf deines Kindes nicht für den Haushalt, sondern leg dich selbst hin. Die Wäsche darf warten – deine Erholung nicht.
2. Das Geschwisterchen vorbereiten: Verständnis wecken
Für ein Kleinkind ist das Baby im Bauch sehr abstrakt. Du kannst die Bindung schon jetzt fördern:
- Bücher, Bücher, Bücher: Es gibt zauberhafte Geschwisterbücher, die erklären, was im Bauch passiert.
- Den Bauch einbeziehen: Lass dein Kind den Bauch eincremen oder dem Baby etwas vorsingen. Wenn das Baby tritt, kann das Kleinkind vorsichtig fühlen.
- Puppen-Spiel: Schenke deinem Kind eine Puppe, an der es „üben“ kann: Windeln wechseln, füttern, schlafen legen. Das macht die kommende Rolle als „große Schwester“ oder „großer Bruder“ greifbarer.
3. Was du jetzt für dich brauchst
In der zweiten Schwangerschaft neigt man dazu, die Vorsorge und die Selbstfürsorge etwas schleifen zu lassen. Doch dein Körper braucht jetzt sogar mehr Support:
- Hochwertige Nährstoffe: Achte auf deine Folsäure und Eisenwerte, da dein Speicher durch die erste Schwangerschaft und die Stillzeit oft noch nicht ganz voll ist.
- Bequeme Kleidung: Dein Bauch wächst beim zweiten Mal oft schneller. Warte nicht zu lange mit gemütlichen Leggings und stützenden Unterhemden.
Kleine Dinge können den Alltag als schwangere Mama enorm erleichtern:
Ein großes Stillkissen ist schon jetzt dein bester Freund im Bett, um die wachsende Kugel und deinen Rücken nachts zu entlasten.
Schadstofffreie Edelstahl-Trinkflaschen für dich und dein Kleinkind sorgen dafür, dass ihr beide – egal ob auf dem Spielplatz oder unterwegs – immer genug Wasser trinkt.
Eine gut organisierte Wickeltasche (vielleicht ein praktischer Rucksack?), die Platz für die Windeln des Großen und später für die Sachen des Babys bietet, spart dir im Alltag wertvolle Nerven.
Denke an sanfte Babypflege-Öle, mit denen dein Kleinkind deinen Bauch massieren darf – ein wunderschönes Verbindungsritual!
FAQ – Eure Fragen zur zweiten Schwangerschaft
Was mache ich, wenn ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem ersten Kind habe?
Das „Mama-Gewissen“ ist bei der zweiten Schwangerschaft oft sehr laut. Du hast vielleicht Angst, dass dein Erstgeborenes zu kurz kommt. Die Wahrheit ist: Du nimmst deinem Kind nichts weg, du schenkst ihm eine der wertvollsten Beziehungen des Lebens – ein Geschwisterchen. Dass du jetzt müder bist, ist eine Phase. Dein Kind lernt dadurch auch, dass Mama Bedürfnisse hat und Kuscheln genauso schön ist wie Toben.
Wie gehe ich mit der Übelkeit um, wenn ich ein Kleinkind versorgen muss?
Das ist hart. Versuche, die „Überlebens-Strategie“ zu fahren: Erlaube deinem Kind vielleicht mal eine Folge seiner Lieblingsserie, damit du 15 Minuten auf der Couch durchatmen kannst. Bereite kleine Snacks am Abend vor, damit du morgens direkt etwas im Magen hast, bevor das Kleinkind Action fordert.
Muss ich mein Kind im Wochenbett vom Baby fernhalten?
Nein, im Gegenteil! Eifersucht entsteht oft durch Ausschluss. Lass das große Kind (unter Aufsicht) helfen, wo es kann: Windel bringen, den Kopf streicheln oder beim Baden zuschauen. Wenn das Baby schläft, versuche, exklusive „Mama-Zeit“ nur für das große Kind einzuplanen, in der das Baby beim Papa oder der Oma ist.
Kann ich mein Kleinkind weiterhin stillen, während ich schwanger bin?
Ja, das nennt sich „Tandemstillen“ (wenn das Baby da ist) oder einfaches Weiterstillen in der Schwangerschaft. Es ist sicher, solange du keine vorzeitigen Wehen hast und dich dabei wohlfühlst. Beachte aber, dass sich der Geschmack der Milch gegen Ende der Schwangerschaft verändern kann (sie wird wieder zu Kolostrum), weshalb sich manche Kleinkinder von selbst abstillen.
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