Stillen ohne Schmerzen
Tipps gegen wunde Brustwarzen & Stillprobleme
Stillen ist ein wunderschöner Moment der Nähe, kann aber gerade am Anfang auch schmerzhaft sein.
Viele Mütter fühlen sich unsicher oder überfordert, wenn das Anlegen wehtut oder das Baby nicht richtig saugt. Wir zeigen dir praktische Tipps gegen Stillprobleme und wie du Schmerzen lindern kannst. So wird das Stillen zu einem schönen Erlebnis für euch beide.
Warum Stillen manchmal weh tut
Schmerzen beim Stillen sind keine Seltenheit, besonders in den ersten Tagen. Häufige Ursachen:
- Falsches Anlegen: Das Baby erfasst die Brustwarze und den Warzenhof nicht ausreichend
- Wunde Brustwarzen: Kleine Risse oder wunde Stellen durch starkes Saugen.
- Milchstau / verstopfte Milchgänge: Führt zu Druck, Spannungen und Unwohlsein.
- Infektionen (Mastitis): Rötung, Wärme, Fieber und starke Schmerzen.
Tipp: Schmerzen müssen nicht sein. Mit den richtigen Techniken und kleinen Hilfsmitteln lassen sie sich oft deutlich reduzieren.
Richtiges Anlegen: So klappt das Stillen schmerzfrei
Checkliste für korrektes Anlegen:
- Baby nah an den Körper heranziehen, Bauch an Bauch.
- Kinn zuerst an die Brust, Mund weit öffnen lassen.
- Brustwarze und viel Warzenhof erfassen lassen.
- Unterschiedliche Stillpositionen ausprobieren: Wiegehaltung, Football-Haltung, Seitenlage.
Viele Mütter finden Stilleinlagen oder Brustwarzensalben hilfreich, um wunde Brustwarzen zu pflegen und die Stillzeit angenehmer zu gestalten.
Schmerzen lindern:
Do:
- Wechsle häufig die Stillposition.
- Massiere sanft deine Brust bei Milchstau, um überschüssige Milch aus dem Busen zu bekommen.
- Spüle deine Brust nach dem Stillen vorsichtig mit kühlem Wasser ab.
- Achte darauf, regelmäßig anlegen, um Milchstau zu vermeiden.
- Wechsle den Busen nach jedem Stillvorgang.
- Hole dir bei starken Schmerzen oder Fieber ärztliche Hilfe ein.
- Vermeide zu lange Pausen zwischen den Stillmahlzeiten.
- Creme deine Brustwarzen ein, wenn das Baby gestillt ist.
Hilfreiche Still-Hilfsmittel
Durch Stilleinlagen schützt du deine Kleidung und hältst die Brust trocken. Sollte deine Brust wund sein, verwende Brustwarzensalben auf Lanolin-Basis oder gib Muttermilch auf die gereizten Stellen. So kannst du die Heilung kleiner Risse unterstützen. Viele Mamas schwören auf Stillkissen, da man den Rücken entlastet und Rückenschmerzen vorbeugen kann.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist:
Wenn du starke, anhaltende Schmerzen beim Stillen hast, Risse, Blutungen oder Infektionen auftreten oder dein Baby kaum zunimmt und sehr unruhig trinkt, solltest du dir Hilfe holen. Stillberaterinnen, Hebammen oder Kinderärzt:innen können individuell Tipps geben und Stillprobleme gezielt lösen.
FAQs:
Warum tut das Stillen am Anfang oft weh?
Am Anfang kann Stillen weh tun, weil das Baby die Brust noch nicht optimal greift. Viele Mamas merken, dass Brustwarzen wunde Stellen bekommen, wenn das Anlegen zu flach ist. Auch ungewohnte Saugrhythmen oder eine zu kurze Stillpause können zu Schmerzen führen. Mit gezieltem Anlegen, verschiedenen Stillpositionen und Hilfsmitteln wie Brustwarzensalben lassen sich die Beschwerden meist schnell lindern. Wichtig ist, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und bei starken Schmerzen Hilfe zu suchen.
Wie erkenne ich Milchstau oder eine Brustentzündung?
Ein Milchstau zeigt sich oft durch eine harte, druckempfindliche Stelle an der Brust, die warm und gerötet sein kann. Manchmal treten auch kleine Schmerzen oder ein allgemeines Spannungsgefühl auf. Eine Brustentzündung (Mastitis) kann zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder ein starkes Krankheitsgefühl verursachen. Frühzeitiges Abstillen, sanfte Massage und häufiges Anlegen helfen, die Milch besser abfließen zu lassen. Bei anhaltenden Symptomen sollte man unbedingt eine Hebamme oder Ärztin aufsuchen.
Welche Stillpositionen helfen bei Schmerzen?
Verschiedene Positionen können helfen, Druckstellen und Schmerzen zu vermeiden. Die klassische Wiegehaltung eignet sich gut für Neugeborene, während die Football-Haltung besonders bei unruhigen Babys oder nach Kaiserschnitt angenehm ist. Die Seitenlage ist ideal für die Nacht oder wenn die Mama sich ausruhen möchte. Wichtig ist, dass das Baby den Warzenhof weit genug erfasst und der Rücken gut gestützt ist. Manchmal lohnt es sich, verschiedene Positionen auszuprobieren, um die angenehmste Variante zu finden.
Kann ich bei wunden Brustwarzen weiterstillen?
Ja, in den meisten Fällen ist Weiterstillen möglich und sogar hilfreich, da es die Brust stimuliert und die Milchproduktion unterstützt. Wundpflege mit Lanolin-Salben oder speziellen Brustwarzensalben oder Muttermilch kann die Heilung beschleunigen. Es hilft, das Baby richtig anzulegen, den Warzenhof möglichst vollständig zu erfassen und regelmäßig die Position zu wechseln. Auch Stillhütchen können kurzfristig die Schmerzen lindern, sollten aber nur ergänzend verwendet werden. Bei anhaltenden Schmerzen oder Entzündungen sollte ärztliche Hilfe eingeholt werden.
Wann sollte ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?
Professionelle Hilfe ist ratsam, wenn Schmerzen sehr stark oder anhaltend sind, Risse bluten oder eine Infektion vermutet wird. Auch wenn das Baby nur unruhig trinkt, wenig zunimmt oder Schwierigkeiten hat, genug Milch aufzunehmen, kann eine Stillberaterin oder Hebamme gezielt unterstützen. Sie zeigen oft einfache Anpassungen beim Anlegen, die große Unterschiede machen. Manchmal reichen schon kleine Korrekturen, um den Schmerz zu lindern und Stillprobleme zu lösen. Zögere nicht, frühzeitig Rat einzuholen – es hilft sowohl dir als auch deinem Baby.
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